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Wir erinnern in diesen Tagen an das Kriegsende in Europa vor 70 Jahren. Die Alliierten beendeten mit dem Sieg über Deutschland den Vernichtungsfeldzug und Völkermord der Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten. Die hier versammelten Texte beleuchten exemplarisch sieben Jahrzehnte Vergangenheitsdiskurs. Wir schauen zurück auf Ambivalenzen, auf Verschweigen oder Überbetonung. Aber auch auf den Mut Einzelner, auf wissenschaftlich und politisch motivierte Durchbrüche und auf den gesellschaftlichen Wandel von Erinnerungskultur. 

Birke Bull thematisiert die Beteiligung der Vielen am Völkermord der Nationalsozialisten und die Verantwortung des Einzelnen für eine demokratische Gesellschaft. Jan Korte würdigt vergessene Opfergruppen und dokumentiert die Arbeit der Bundestagsfraktion zur Anerkennung und Rehabilitierung der Opfer. Anke Lohmann beleuchtet das Versagen der deutschen Justiz bei der Verfolgung der NS-Verbrechen. Dr. Christiane Berger liefert Erklärungsansätze zur Loyalität im Nationalsozialismus anhand der Beteiligung von Frauen. 

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Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Vor 70 Jahren endet der II. Weltkrieg und damit der faschistische Terror in Europa.  Am 7. und am 8. Mai 1945 kapituliert die deutsche Wehrmacht bedingungslos. Das Land, in dem die NSDAP an die Macht gewählt worden war, ist zusammengebrochen, zerbombt und moralisch vor der Weltgemeinschaft delegitimiert.

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Der Kampf für die Anerkennung und Entschädigung aller Opfer des Faschismus ist auch ein Kampf für die politische und kulturelle Demokratisierung der Gesellschaft 

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Die Frage nach Befreiung oder Niederlage stellte sich 1945 nur in den Ländern der Achsenmächte. In den besetzten Ländern war die Lage der Dinge hingegen eindeutig: Die Befreiung vom Faschismus war so lange ersehnt wie bitter erkämpft.

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Im Nationalsozialismus wurde die gesellschaftliche Benachteiligungen von Frauen zementiert und in bestimmten Bereichen – wie der Erwerbsarbeit – noch verschärft. Trotzdem war die Loyalität der Bevölkerung, auf der das Naziregime unabdingbar angewiesen war, kein rein männliches Phänomen. Es soll der Frage nachgegangen werden, warum. 

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