Wir sind mehr
Tausende gegen Magida und Co.
Vier Monate nach dem großen Vorbild versucht Magida an die Dresdner Erfolge anzuknüpfen. Und scheitert. In Magdeburg versammeln sich deutlich mehr Menschen gegen die fremdenfeindliche Stimmungsmache als dafür. Am Schluss drängen sich 500 Magida-Anhänger durch einen engen Durchgang, den ihnen die Polizei durch Tausende Gegendemonstranten bahnen muss. Der Nachhauseweg ist die einzige Route, die Magida an diesem Abend zugestanden wird, deren Veranstaltung erschöpft sich darin, eine Stunde in der hintersten Ecke zwischen Gewerbegebäuden zu stehen.
In Magdeburg kommt nicht viel Zweifel auf, wer hier die Nationalflagge zur Selbsterhöhung braucht. Hooligans, Nazis, alte Männer – Frauen bleiben die Ausnahme. Wie bei allen Pegida-Ablegern findet sich auch hier die trübe Mischung aus Islam- und Flüchtlingshetze, Politikverdruss und Medienschelte. Allerdings man hört sie kaum – der Gegenprotest ist laut, bunt und unübersehbar. Initiativen und Bündnisse, die Uni, Parteien und Verbände hatten gemeinsam zu Gegenaktionen aufgerufen. 6 000 Menschen finden am Abend gegen Magida zusammen.
Ein erfolgreicher Dreiklang ist in Magdeburg gelungen – mit Tausenden, die sich für Offenheit, Mut und Vielfalt einsetzen: Am Freitag bei Protesten gegen den „Trauermarsch“ der Nazis, am Samstag bei der Meile der Demokratie und der bundesweiten Antirassismus-Demo, am Montag deutlich gegen Magida. So kann´s weiter gehen. Wir sehen uns nächsten Montag.











