Mitgliederversammlung des Kinder- und Jugendringes Sachsen – Anhalt
Gemeinsam mit den jugendpolitischen SprecherInnen Monika Hohmann (DIE LINKE), Norbert Born (SPD), der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen Frau Prof. Claudia Dalbert sowie Herrn Theißen (Sozialministerium) und den Mitgliedsverbänden des Kinder- und Jugendringes Sachsen- Anhalt, fand am 15. November 2014 ein Austausch zum Thema:...
Gemeinsam mit den jugendpolitischen SprecherInnen Monika Hohmann (DIE LINKE), Norbert Born (SPD), der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen Frau Prof. Claudia Dalbert sowie Herrn Theißen (Sozialministerium) und den Mitgliedsverbänden des Kinder- und Jugendringes Sachsen- Anhalt, fand am 15. November 2014 ein Austausch zum Thema: „Perspektiven der Jugendbildung in Sachsen –Anhalt“ statt.
Anliegen war es, gemeinsam mit den Gästen darüber ins Gespräch zu kommen, wie "Außenstehende" den Wert der Jugendarbeit wahrnehmen und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.
Obwohl im § 11 SGB VIII die Schwerpunkte der Jugendarbeit festgelegt sind, kommt es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten über die entsprechende notwendige Ausgestaltung der Kinder- und Jugendarbeit.
Wie sollen Junge Menschen zur Selbstbestimmung befähigt, zur gesellschaftlichen Mitverantwortung und sozialem Engagement angeregt und hingeführt werden, wenn die Wertschätzung und Anerkennung in der Gesellschaft fehlt. Wenn die Leistungen der Fachkräfte nicht anerkannt und unterfinanziert werden. Wenn der finanzielle Rahmen für die Jugendbildung - der seit Jahren nicht angestiegen ist - auch weiterhin gedeckelt bleibt. Wenn Jugendbildungsreferent_innenstellen weggefallen und nicht wieder besetzt werden.
Diese und weitere Schwerpunkte waren Themen, die zum Teil sehr kontrovers diskutiert wurden.
Der demografische Wandel, vorwiegend in der Fläche jetzt schon sichtbar, stellt auch die Jugendarbeit vor eine große Herausforderung. Zwar gibt es die Möglichkeit, stärker mit Schulen zu kooperieren, dennoch besteht die Gefahr, aus Sicht der Jugendarbeit „ Erfüllungsgehilfe“ von Schule zu werden. Somit könnte der gesellschaftliche Auftrag, der nonverbalen außerschulischen Bildung, ins Hintertreffen gelangen.
Zum Abschluss der Veranstaltung machte ich noch einmal auf unserem im Februar eingebrachten Gesetzentwurf zur Mitbestimmung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aufmerksam. Am 03.12. 2014 wird es dazu im Sozialausschuss eine Anhörung geben. Mit Interesse werden wir die Diskussionen zu den Freistellungsregegelungen von Schüler und Schülerinnen vom Unterricht verfolgen.
Auch die neue Richtlinie zur Jugendbildung, die derzeit vom Sozialministerium erarbeitet wird, bleibt bei uns auf den „Schirm“.



