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Ausschreibung des Bahnnetzes nicht auf dem Rücken der Beschäftigten und zu Lasten Wernigerodes

Christian Härtel

Wernigerode. Noch prangt über dem Eingang des Empfangsgebäudes auf dem Bahnhofsplatz das Logo der Deutschen Bahn und verkehrt im Zweistundentakt der DB-Regionalexpress Halle – Hannover mit Halt in der Bunten Stadt.

„Doch was passiert mit dem Bahngebäude, deren Eigentümerin die Deutsche Bahn ist, wenn die DB die im August beginnende Ausschreibung des dieselbetrieben Regionalbahnnetzes in Sachsen-Anhalt durch die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA) für den Betriebszeitraum ab 2018 verlieren sollte“, fragte der Bau- und Umweltausschussvorsitzende Christian Härtel (LINKE) am 13. August auf der Sitzung des Stadtrates Wernigerode.

Wernigerode. Noch prangt über dem Eingang des Empfangsgebäudes auf dem Bahnhofsplatz das Logo der Deutschen Bahn und verkehrt im Zweistundentakt der DB-Regionalexpress Halle – Hannover mit Halt in der Bunten Stadt.
„Doch was passiert mit dem Bahngebäude, deren Eigentümerin die Deutsche Bahn ist, wenn die DB die im August beginnende Ausschreibung des dieselbetrieben Regionalbahnnetzes in Sachsen-Anhalt durch die landeseigene Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA) für den Betriebszeitraum ab 2018 verlieren sollte“, fragte der Bau- und Umweltausschussvorsitzende Christian Härtel (LINKE) am 13. August auf der Sitzung des Stadtrates Wernigerode.

Bekanntlich teilen sich die Bahnunternehmen „DB Regio“ und „Veolia/HEX“ die Strecke mit dem DB-Regionalexpress von Halle nach Hannover und der HEX-Regionalbahn von Halle nach Vienenburg.
Sollte sich laut Härtel allerdings der Trend der letzten Jahre fortsetzen, dass die Deutsche Bahn die Netze an andere private Bahnunternehmen verliert, so stehe zu befürchten, dass künftig auch die Regionalbahnexpress-Strecke über Wernigerode für die DB verloren gehe.

Dass die Konkurrenten des Staatskonzerns frühere Ausschreibungen für die Bahnnetze in Sachsen-Anhalt und im übrigen Bundesgebiet nur deshalb gewonnen hätten, weil sie als günstigere Anbieter ihren Mitarbeitern in der Regel schlechtere Tarifbedingungen und geringere Sozialleistungen bieten, treffe bei der LINKEN auf deutliche Kritik.

Ein Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten, wie es in Deutschland gang und gäbe sei, werde in anderen EU-Ländern unterbunden, da dort das Bahnpersonal auch bei Betreiberwechsel weiterhin das gleiche Gehalt erhalte.
Wenn in Wernigerode allerdings künftig kein DB-Zug mehr verkehren sollte, sei kaum davon auszugehen, dass die Deutsche Bahn bei vollständigem Verlust des Harzer Streckennetzes auf Dauer Eigentümerin des Bahnhofgebäudes Wernigerode bleiben wolle, zeigte sich Härtel überzeugt.

Eine Verschlechterung der Sauberkeit und Ordnung, des Serviceangebotes und der baulichen Unterhaltung wären nur der Anfang und würden höchstwahrscheinlich wie in allen anderen Orten auch im Verkauf des Gebäudes gipfeln, befürchtet der LINKE-Stadtrat.

Härtel betonte in der Ratssitzung, dass Stadtrat und Verwaltung diese Entwicklung daher sorgsam im Auge behalten sollten und zum richtigen Zeitpunkt und auf den zuständigen politischen Ebenen ihren Einfluss geltend machen müssten, damit Wernigerode auch künftig ein Empfangsgebäude am Bahnhofsplatz habe, dass eine Visitenkarte für die Bunte Stadt darstelle.

Denn eines, betonte der Bauausschussvorsitzende Härtel abschließend, dürfe nicht passieren. Dass sich die Akteure Land Sachsen-Anhalt, Deutsche Bahn und private Bahnunternehmen auf dem Rücken der Stadt Wernigerode des Bahnhofgebäudes entledigten, indem sie die Gewinne „auf der Strecke“ einstreichten und die Verluste, sprich den finanziellen Unterhalt des Bahnhofgebäudes, auf die Stadt Wernigerode abwälzten.


Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Härtel
Vorsitzender Bau- und Umweltausschuss
Stadtrat Wernigerode

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