Sozialtickets für einkommensschwache Personen flächendeckend einführen und bezuschussen
Teilhabe hängt ganz wesentlich von Mobilität ab. Das betrifft die Erreichbarkeit von Kindergarten und Schule genauso wie die von Handelseinrichtungen, Ärzten und Krankenhäusern. Der Zugang zu immer mehr Bereichen des öffentlichen Lebens ist von der Verfügung über ein eigenes Auto abhängig. Dies ist nicht nur umweltschädlich, sondern schließt in einer älter werdenden Gesellschaft immer mehr Menschen, besonders Frauen, aus. Deshalb müssen wir das Angebot des öffentlichen Verkehrs auf Schiene und Straße als Alternative sichern und darüber hinaus wichtige Angebote der Daseinsvorsorge in zumutbarer Entfernung gewährleisten. All das nützt jedoch nichts, wenn Menschen mit niedrigem Einkommen von der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ausgeschlossen werden, weil sie deren Preise nicht bezahlen können.
DIE LINKE schlägt die Einführung von Sozialtickets vor, die für einkommensschwache Personen einen deutlich reduzierten Fahrpreis im jeweiligen Landkreis oder der kreisfreien Stadt ermöglichen. Dies wird für die Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs keinen finanziellen Verlust bedeuten, da über einen solchen Weg zusätzliche Fahrgäste gewonnen und der Auslastungsgrad öffentlicher Verkehrsmittel verbessert werden. Wir wollen als Land Sachsen-Anhalt innerhalb des geltenden ÖPNV-Gesetzes diejenigen Kommunen, die ein solches Sozialticket einführen, besser bezuschussen als diejenigen, die dies nicht tun. Unser Ziel ist es, dass in allen Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt flächendeckend solche Tarife angeboten werden.
