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Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger, 


bei der Landratswahl entscheiden Sie vor allem über die Frage, wem Sie es zutrauen, das Bestmögliche für den Landkreis Mansfeld-Südharz auf den Weg zu bringen.


Angesichts der nach wie vor großen Abwanderung junger Leute und der letzten Plätze, die der Landkreis bei der Arbeitslosigkeit oder bei den Schul­abbrechern innehat, steht vor uns allen die Frage: “Wie soll es weitergehen?“ 


Auch ich habe keine fertigen Antworten. Aber da ich wie Sie hier zu Hause bin, will ich gemeinsam mit Ihnen nach Antworten suchen, wie wir das vorhandene Potential unseres Landkreises besser nutzen können.


Dabei sind mir insbesondere folgende Punkte wichtig:

  1. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung sind Sie. Sie, die hier leben und zu Hause sind und es auch bleiben möchten. Dafür brauchen wir die notwendigen Voraussetzungen angefangen von wohnortnahen Kindertagesstätten und Schulen über die medizinische Betreuung bis hin zu altersgerechtem Wohnen und Leben. Wir brauchen die Voraussetzungen für ein lebenslanges Lernen, denn auch die kleinsten Unternehmen gehen heute mit der Zeit. Dazu gehört ein entsprechendes kulturelles Umfeld. Die bunte Vielzahl von Vereinen, sowie das Theater und das Rosarium wie auch die Museen und Heimatvereine, die sich dem Erbe Luthers und insbesondere des Bergbaus verschrieben haben, leben von den Menschen, die sich engagieren. Ich stehe dafür, dass etwas passiert und dass die, die zu uns kommen, diese vielfältigen Angebote nutzen können. 

  2. Die Wirtschaft in Mansfeld-Südharz besteht vorwiegend aus kleineren und mittleren Unternehmen, die sich zu einem großen Teil den Zukunftstechnologien verschrieben haben. Gemeinsam mit den Kommunen brauchen wir eine Wirtschaftsförderung, die auch Kleinansiedlungen ermöglicht und die offen ist für unkonventionelle Lösungen. Wir haben ein gut aufgestelltes Handwerk, das die Versorgung mit vielfältigen Leistungen sicherstellt. Die Palette reicht von Autolackierereien bis zu Uhrmachern. Und in unserem Kreis ist eine Landwirtschaft zu Hause, die sich sehen lassen kann. Dank guter Böden gibt es einen traditionsreichen Obst- und Weinanbau. Alle zusammen haben nur Perspektiven, wenn junge Menschen bereit sind, hier zu bleiben, hier zu lernen und hier zu arbeiten.

  3. Die hohe Arbeitslosigkeit ist ein großes Problem, das sich mit dem Auslaufen der Bürgerarbeit noch verschärfen wird. Es ist erforderlich, gemeinsam mit dem Jobcenter und den beiden Beschäftigungsgesellschaften nach Lösungen besonders für ältere Langzeitarbeitslose zu suchen. Der Bedarf für einen zweiten Arbeitsmarkt ist nach wie vor vorhanden, sonst würden solche Programme wie „Aktiv zur Rente“ oder Bundesfreiwilligendienst nicht funktionieren.

  4. Wir brauchen eine Verwaltung, die flexibel und bürgerfreundlich handelt. Manche Rahmenbedingungen hängen nicht vom Kreis und den Kommunen ab. Vieles was manch schnelles Handeln, z. B. bei der Fördermittelvergabe verhindert, ist durch Land, Bund oder die EU vorgegeben. Dass es auch anders geht, zeigt die erfolgreiche Umsetzung vieler kleiner Projekte, die unter dem Namen LEADER zur Entwicklung des ländlichen Raums beitragen. Sie beweisen, dass es möglich ist, Projekte entsprechend der örtlichen Gegebenheiten zu planen und umzusetzen. Förderprogramme, die den regionalen Bedingungen nicht entsprechen, erzeugen mehr Aufwand. Dadurch werden Ziele verfehlt.

  5. Ich stehe mit Ihnen Neuem aufgeschlossen gegenüber. Ich will mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen suchen. Das trifft auch für die Verkehrsanbindungen zu. Die Gemeindegebietsreform hat Strukturen geschaffen, die für manchen Bürger oder manche Bürgerin die Fahrt zum Gemeindezentrum zum Tagesausflug werden lässt. Auch die Schülerbeförderung steht angesichts des nun beschlossenen Schulentwicklungsplans vor neuen Herausforderungen.

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger,damit sich unsere Region weiterent­wickelt, brauchen wir vor allem gute Bildung und gute Arbeit für alle als Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben. Ich stehe für soziale Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung von der Kita über die Schule vor Ort bis zur Seniorenakademie. Wir brauchen aber auch guten Lohn für gute Arbeit. Zu viele müssen ihren Lohn mit Hartz IV aufstocken. Die von der Bundesregierung geplante Mindestlohngesetzgebung greift zu kurz. Und wir brauchen ausgeglichene Kommunal­finan­zen. Bund und Land müssen das, was sie bestellen, auch bezahlen.


Mit diesen Zielen für eine moderne, zuverlässige, gerechte und solidarische Politik werbe ich um Ihre Stimme!

Zur Person

Ich bin 1951 geboren. Ich bin verheira­tet und wir haben zwei erwachsene Söhne. Seit 17 Jahren bin ich in Röblingen am See zu Hause, wo auch schon meine Urgroßeltern und Großeltern lebten.Ich bin Lehrerin und Historikerin. 2002 zog ich erstmals für die PDS in den Landtag Sachsen-Anhalt ein. Zunächst war die Europapolitik mein Arbeitsschwerpunkt, jetzt sind es die Bereiche Haushalt und Finanzen. Seit fast zehn Jahren bin ich Vorsitzende des sachsen-anhaltischen Finanzausschusses. Sowohl 2004 als auch 2007 haben Sie mir bei der Kreistagswahl Ihr Vertrauen gegeben.


Meine Arbeit im Kreis- und Landtag erhält viele Impulse aus den Erfahrungen, die ich vor Ort mache, in den Gemeinden, Vereinen und vor allen in den Gesprächen mit Ihnen. 


Mansfeld-Südharz gehört zu den besonders gebeutelten Regionen in Sachsen-Anhalt und sogar bundesweit. Aber der hohen Arbeitslosigkeit und der immer noch anhaltenden Abwanderung steht ein großes wirtschaftliches, historisches, kulturelles und touristisches Potential gegenüber, das es verstärkt zu nutzen gilt. 


Bildung vor Ort, Soziales, Kultur und Mobilität sind dabei genauso unersetzlich wie Arbeitsangebote für junge Menschen und ältere Arbeitslose. Der Landkreis, die Städte und Gemeinden müssen hier zusammenarbeiten, denn nur gemeinsam können wir etwas bewegen, damit Sie in unserem Landkreis auch künftig gern zu Hause sind.
Dafür werde ich mich einsetzen.

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