Förderung und Integration in Schule und Berufsausbildung verbessern
An den Schulen sollen die Lernprozesse so gestaltet werden, dass sie alle Kinder erreichen und alle ihre Fähigkeiten und Talente sowie besondere Begabungen gefördert werden.
Damit werden sich auch die Voraussetzungen verbessern, Jungen und Mädchen wirkungsvoller differenziert zu fördern. Die spezifischen Potenziale der Jungen und Mädchen beim Lernen müssen analysiert und erschlossen, alt hergebrachte Geschlechterrollen, auch bei der Berufsorientierung und Berufsberatung, in Frage gestellt und Benachteiligungen konsequent überwunden werden. Vor allem der Entwicklung der Jungen gebührt größere Aufmerksamkeit.
In der kommenden Wahlperiode werden wir unsere Anstrengungen darauf richten, die personellen Voraussetzungen für die gemeinsame Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen zu schaffen bzw. auszubauen.
Die vorhandenen Kompetenzen und die Ressourcen der Förderschulen sollen in immer stärkerem Umfang vor allem für die Regelschule nutzbar werden. Alle Schulen – Regelschulen und Förderschulen - sollen in regionalen Netzwerken verbunden sein, in die Kindertagesstätten und andere Bildungseinrichtungen einbe-zogen werden können.
In der beruflichen Bildung setzen wir uns - auch angesichts der absehbaren demografischen und sozialen Entwicklung - zur Förderung benachteiligter Jugendlicher für effektivere Ausbildungsformen ein, die systematisch mit der betrieblichen Praxis verbunden sind.
Das bestehende Netz der Berufsausbildungsstätten soll für Aufgaben der beruflichen Aus- und Weiterbildung weitgehend erhalten bleiben. Das erfordert Profilbildung, regionale und überregionale Koordinierung und den Ausbau von Koopera-ionen. Berufsbildende Schulen sollen einen wachsenden Beitrag zur Entwicklung polytechnischer Angebote vor allem an den Sekundarschulen leisten.
