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Verwaltung bringt Kulturleitsätze in den Stadtrat ein - LINKE fordert: Ortsteile und Walpurgis gehören in die Kulturleitsätze von Wernigerode
Zur Einbringung der Kulturleitsätze 2009 - 2015 durch die Verwaltung in den Stadtrat Wernigerode erklärt der LINKE-Stadtrat und Wirtschaftsausschussvorsitzende Thomas Schatz:
Wernigerode. Auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates brachte die Verwaltung eine Vorlage mit dem Titel "Leitsätze zur Entwicklung der Kultur" in Wernigerode für die Jahre 2009 bis 2015 ein. Diese soll in den kommenden Wochen weiter beraten und in der letzten Ratssitzung dieser Wahlperiode am 28. Mai beschlossen werden.
Dazu erklärt der LINKE-Stadtrat und Wirtschaftsausschussvorsitzende Thomas Schatz, der in der Debatte für die Linksfraktion zur Vorlage sprach: "Wer Schierke eingemeindet und dabei Walpurgis vergisst, der hat seine Hausaufgaben nicht gemacht. Auch Minsleben, Benzingerode, Silstedt und Reddeber finden mit ihren Museen und kulturellem Leben nicht mit einem einzigen Satz statt", kritisiert Schatz.
Schatz fordert das Bekenntnis der Stadt zu einer vielfältigen Kultur. Denn man habe zuweilen den Eindruck, dass eine kleine selbsternannte Elite allein definieren wolle, was Kultur sei. Dies werde auch durch die Nennung von kulturellen Monopolisten im Papier deutlich, die in der Vergangenheit bereits großzügige finanzielle Förderung durch die Stadt erhielten. Hier forderte Schatz im sinne einer Gleichberechtigung auf die Nennung von einzelnen Vereinsnamen zu verzichten.
Da Kultur für DIE LINKE ein Teil der sozialen Frage ist, müsse sich die Bezahlbarkeit des kulturellen Abgebots wie ein roter Faden durch die Leitsätze ziehen. Angesichts stetig sinkender Haushaltseinkommen bei Arbeitnehmern, Rentnern und Erwerbslosen sei das für den Erhalt des sozialen Friedens in Wernigerode erforderlich, so Thomas Schatz abschließend.


