Detailansicht
Tarifgebundene Arbeit: Wieviel Tarifierung gibt es noch?
19:00 Uhr, Universitätsplatz 5 (Hallescher Saal über der "Tulpe") mit Prof. Georg Fülberth
Aus der Veranstaltungsreihe Hochschule - Politik - Gesellschaft der GEW-Hochschulgruppe, der Linken.Hochschulgruppe und der BASTA!-Hochschulliste
19:00 Uhr, Universitätsplatz 5 (Hallescher Saal über der "Tulpe")
mit Prof. Georg Fülberth
Aus der Veranstaltungsreihe Hochschule - Politik - Gesellschaft
der GEW-Hochschulgruppe, der Linken.Hochschulgruppe und der BASTA!-Hochschulliste
In der schon 500-jährigen Geschichte des Kapitalismus (und der 200-jährigen des Industriekapitalismus) sind Tarifverträge eine verhältnismäßig neue Erscheinung. 2008 könnten wir für Deutschland sogar ihr neunzigjähriges Jubiläum feiern: das Stinnes-Legien-Abkommen vom 15. November 1918.
Tarifverträge sind also Ausdruck einer spezifischen historischen Situation, nicht einer selbstverständlichen Normalität. Zu ihren Voraussetzungen gehört die Fähigkeit der Gewerkschaften, Arbeitskraft zu kartellieren. Am ehesten gelingt dies unter den Bedingungen von Vollbeschäftigung, zuweilen auch in Kriegen, allemal aber nur im Rahmen eines relativ hochgradig „organisierten” Kapitalismus.Im Vortrag und in der Diskussion soll geklärt werden, ob diese Voraussetzungen noch bestehen. War die Tarifbindung nur eine Episode?Falls ja: Welche Konsequenzen sind daraus zu ziehen? Und durch wen?
ad personam:
geb. 1939. Von 1972 bis 2004 Professor für Politikwissenschaft in Marburg.
Neuere Veröfentlichungen:Finis Germaniae - Deutsche Geschichte seit 1945. Köln 2007.G Strich - Kleine Geschichte des Kapitalismus. 4. Auflage. Köln 2008.„Doch wenn sich die Dinge ändern.” Die Linke. Köln 2008.
