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Fraktion DIE LINKE: Raumbeobachtung – die verkehrte Welt des Dr. Daehre
Zu den heute von Minister Daehre vorgestellten Ergebnissen der Raumbeobachtung erklärt der Sprecher der Fraktion für Wohnungspolitik und Stadtumbau Guido Henke:
Zu den heute von Minister Daehre vorgestellten Ergebnissen der Raumbeobachtung erklärt der Sprecher der Fraktion für Wohnungspolitik und Stadtumbau Guido Henke:
„Der Minister jubelt – der Wegzug aus den Städten kommt zum Stillstand, junge Leute wollten wieder verstärkt in der Stadt wohnen, der Reiz des ländlichen Raumes mit preiswerterem Bauland sei de facto nicht mehr vorhanden.
Das klingt nach verkehrter Welt, diese – gewiss unbestreitbaren – Fakten dürften auch völlig anders zu interpretieren sein.
Woher nimmt der Minister die Überzeugung, Bauland in den Stadtrandgebieten und eine gute Innenstadtentwicklung würden gerade junge Familien und rückzugswillige Jugendliche sowie Studenten anziehen? Auch diese Behauptung steht leider frei im Raum.
Ist es nicht vielmehr so, dass die Strukturen der Öffentlichen Daseinsvorsorge in ländlichen, nichtstädtischen Regionen immer stärker wegbrechen? Das sollte ihre sinkende Attraktivität weitaus eher erklären. Es ist die fehlende Versorgungsnähe, die urbane Räume zwangsläufig wieder anziehender macht.
Aus genau diesen Gründen hat die Linke ihr Konzept zur räumlichen Gliederung der Öffentlichen Daseinsvorsorge entwickelt. Es muss darum gehen, dass keine Region des Landes abgehängt wird. Die Realität widerspricht den Deutungsversuchen von Minister Daehre jeden Tag mehr, und daher wird sich DIE LINKE auch weiterhin energisch in die weitere Diskussion um die Landesentwicklungsplanung in Sachsen-Anhalt einbringen.“
Magdeburg, 21. April 2009
