Skip to main content

Detailansicht

Fraktion DIE LINKE: Preisdiktat der Handelskonzerne gegenüber Milcherzeugern überwinden

Die dramatische Situation der Milchbauern auch in Sachsen-Anhalt ist Ergebnis eines nicht funktionierenden Marktes in diesem Bereich. Wenn die Milchpreise in der Bundesrepublik Deutschland weit unter die Erzeugerkosten sinken, führt das schon kurzfristig zum Bankrott der Milcherzeuger. Damit geraten eine große Zahl von Arbeitsplätzen und der für Sachsen-Anhalt so wichtigen Ernährungsindustrie in Gefahr.

Die dramatische Situation der Milchbauern auch in Sachsen-Anhalt ist Ergebnis eines nicht funktionierenden Marktes in diesem Bereich. Wenn die Milchpreise in der Bundesrepublik Deutschland weit unter die Erzeugerkosten sinken, führt das schon kurzfristig zum Bankrott der Milcherzeuger. Damit geraten eine große Zahl von Arbeitsplätzen und der für Sachsen-Anhalt so wichtigen Ernährungsindustrie in Gefahr.

Wenn Politik dies jedoch nur mit Bedauern feststellt und ansonsten mit den Schultern zuckt, wird diese Gefahr nicht aufzuhalten sein. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen für die jetzige Situation genauer zu beschreiben.

Dazu zählt vor allem die starke Stellung der großen Handelskonzerne, deren Zahl bereits so gering ist, dass sie in der Lage sind, ein Preisdiktat gegenüber den Produzenten durchzusetzen. Dadurch werden normale Wettbewerbsmechanismen außer Kraft gesetzt, was zu der jetzigen Situation führt.

Wenn Politik nicht in der Lage ist, wieder solche Bedingungen herzustellen, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen, müssen andere Wege gefunden werden, eine vernünftige Preisgestaltung in diesem Bereich zu ermöglichen. Nur diejenigen, die dafür ernsthaft Vorschläge und Konzepte auf den Tisch legen, verhalten sich wirklich solidarisch mit den vom Ruin bedrohten Milchbauern.

Magdeburg, 4. Juni 2008

Wulf Gallert
Fraktionsvorsitzender

Zurück zum Kopf der Seite