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Fraktion DIE LINKE: Klare Prämissen für Verteilung der Tierbestände setzen
Zur Errichtung oder Erweiterung von Schweinemast- bzw. Reproduktionsanlagen in Sachsen-Anhalt, insbesondere vor den Hintergrund der Investitionen in Ohrsleben (Börde) und Gladau (Jerichower Land), erklärt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Hans-Jörg Krause:
Zur Errichtung oder Erweiterung von Schweinemast- bzw. Reproduktionsanlagen in Sachsen-Anhalt, insbesondere vor den Hintergrund der Investitionen in Ohrsleben (Börde) und Gladau (Jerichower Land), erklärt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Hans-Jörg Krause:
„Bei der Errichtung und auch Erweiterung von Tierhaltungsanlagen stellt sich für DIE LINKE immer die Frage, inwiefern mit einer solchen Investition eine gesunde Verteilung der Viehbestände erhalten oder erreicht wird.
- wenn ein übermäßiger Lebendvieh- und Gülletransport,
- eine nicht artgerechte Haltung der Tiere
- und nachteilige Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen
die Folgen dieser Konzentration sind. Dies ist unter Beachtung des Tierschutzes, der Vermeidung eines erhöhten Umweltrisikos aber auch unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte für DIE LINKE stets ein wichtiger Maßstab bei der Bewertung der konkreten Situation.
Auch in der Schweinehaltung (Mast und Reproduktion) bedarf es ausgewogener, optimaler betriebswirtschaftlicher Strukturen, um den regionalen Möglichkeiten und Erfordernissen gerecht werden zu können.
Landwirtschaftliche Betriebe und Anlagen mit einer Konzentration deutlich unterhalb der 5000er Tiermarke mit eigener Schlachtung und Vermarktung schaffen mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung und sind wirtschaftlich effizient, wie Agrarunternehmen in Winterfeld und Trippichleben beweisen. Sie garantieren einen nachhaltig funktionierenden Stoff- und Veredlungskreislauf in der jeweiligen Region sowie die zukunftsfähige Entwicklung des ländlichen Raumes – eine Entwicklung, die den hier lebenden Menschen nicht nur eine angemessene Wohn- und Lebensqualität beschert, sondern auch Arbeit und Auskommen bietet.
Vor diesem Hintergrund wird sich die DIE LINKE bei der weiteren Diskussion um das Landesplanungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt einbringen und klare Prämissen hinsichtlich der Veteilung von Tierbeständen fordern.“
