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Fraktion DIE LINKE: Keine Kürzung der Mittel für Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation
Nach Medienberichten (u.a. Die Welt-online vom 01.08.08) wollen die Krankenkassen künftig weniger Geld für Prävention zahlen. Dazu erklärt die gesundheitspoltische Sprecherin der Fraktion Heidelinde Penndorf:
Nach Medienberichten (u.a. Die Welt-online vom 01.08.08) wollen die Krankenkassen künftig weniger Geld für Prävention zahlen. Dazu erklärt die gesundheitspoltische Sprecherin der Fraktion Heidelinde Penndorf:
„Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation sollten für die Zukunft prioritäre Aufgabe des Gesundheitswesens sein. Der so genannte dritte Lebensabschnitt ist inzwischen zur längsten Lebensphase geworden, die Lebenserwartung steigt weiter stetig an, der Anteil der Altersgruppe der über 60-Jährigen wird ständig größer.
Und wenn sich an diesem Trend nicht grundlegend etwas ändert, wird nach dem Jahre 2020 jeder zweite in Deutschland lebende Mensch über 60 Jahre alt sein.
Ein „gesundes Altwerden“ ist die Herausforderung unserer Zeit und lebenslanger Prozess, das beginnt nicht erst jenseits der 40, 50 oder 60 Jahre. Sowohl der Einzelne wie auch die Gesellschaft sind gefordert, alles zu tun bzw. alle Voraussetzungen zu schaffen, um für möglichst viele Menschen ein Älterwerden bei psychophysischem Wohlbefinden zu ermöglichen.
Deshalb ist die Stärkung von Prävention, Gesundheitsförderung und Rehabilitation nach Ansicht der LINKEN eine der wesentlichen Voraussetzungen, die Herausforderungen des Gesundheitswesens im 21. Jahrhundert zu bestehen. Es ist eine Investition in die einzelnen Lebenswelten der Menschen, in ihre Leistungsfähigkeit und somit nicht zuletzt in die Volkswirtschaft - es geht um eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft.
Die Stärkung der Prävention bildet daher auch einen Schwerpunkt der Arbeit des Bundesministeriums für Gesundheit. Deshalb ist es unverständlich und wäre gesundheitspolitisch falsch, dass die neue Honorar-Ordnung ab 2009 für niedergelassene Haus- und Fachärzte Kürzungen der Krankenkassen bei den Honoraren für Prävention nach sich ziehen soll.
Dies hätte stark negative Auswirkungen auf die gesundheitliche Entwicklung der nächsten Generation und würde einen Rückschritt wieder hin zum krankheitsorientiertem Verständnis von Gesundheit bedeuten.
DIE LINKE setzt sich für die Ost-West-Angleichung der Honorare ein und befürworten eine Reform des Honorarsystems, die transparent und morbiditätsbezogen ist. Die für 2009 angekündigte Honorarreform muss eine leistungsgerechte Vergütung der Ärzte in allen Regionen Deutschlands gewährleisten.
Keinesfalls sollte diese Reform Kürzungen der Honorare im Präventionsbereich nach sich ziehen - DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, hier im wohlverstandenen Interesse des Landes initiativ zu werden.“
Magdeburg, 6. August 2008
