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Fraktion DIE LINKE: Fundament für Exzellenz in Sachsen-Anhalt stärken
Anlässlich der heutigen Unterzeichnung eines Rahmenvertrages Forschung und Innovation zwischen den Hochschulen und dem Land erklärt Hendrik Lange, hochschul- und wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:
Anlässlich der heutigen Unterzeichnung eines Rahmenvertrages Forschung und Innovation zwischen den Hochschulen und dem Land erklärt Hendrik Lange, hochschul- und wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE:
"Grundsätzlich ist ein Rahmenvertrag über Forschung und Innovation zwischen Land und Hochschulen zu begrüßen, auch wenn er mit erheblicher Verzögerung zustande kam. Jedoch reichen die zur Verfügung gestellten Mittel nicht aus, um die Hochschulen insgesamt besser aufzustellen.
Im Grunde speisen sich die nun angekündigten Aufwüchse aus Mitteln der Hochschulen selbst. In Form von Exzellenzmitteln fließt an die Hochschulen lediglich ein Bruchteil dessen zurück, was ihnen seit 2005 gekürzt wurde. Das heißt, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen wird verschärft, besonders stark für die Bereiche, die nicht in den Genuss von Exzellenzmitteln kommen. Ob unter diesen Bedingungen international wahrgenommene Leuchttürme entstehen, wie es das ausgesprochene Ziel ist, bleibt abzuwarten, zumal die Ausstrahlungskraft solcher Leuchttürme im Wesentlichen von der Tragfähigkeit abhängt, die das Fundament liefern kann. Schwächt man das Fundament, also die breite wissenschaftliche Basis, wird auch die Ausstrahlungskraft geringer. Im schlimmsten Fall gerät der ganze Leuchtturm ins Wanken oder stürzt ein. Bei allem Glanz von Exzellenz darf nicht das ganz normale Sein an den Hochschulen vergessen werden: Kapazitätsengpässe, Zulassungsbeschränkungen, Schrumpfung.
Wir drängen darauf, dass die Mittelvergabe sich allein am wissenschaftlichen Niveau orientiert und dass es nicht zu einer unzeitgemäßen Diskriminierung der Fachhochschulen gegenüber den Universitäten kommt. Wir erwarten, dass auch ein Netzwerk der Fachhochschulen anerkannt und gefördert wird. Das wäre ein richtiger Schritt, die beachtlichen Leistungen der Fachhochschulen und ihre Potentiale zu fördern und auszubauen."
Magdeburg, 28. November 2007
