Skip to main content

Detailansicht

DIE LINKE: Sachsen-Anhalt darf kein Testfeld für militärische Abenteuer sein

Matthias Höhn, Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen-Anhalt und Mitglied des Parteivorstandes erklärt zur Ankündigung von militärischen Tiefflügen über der Colbitz-Letzlinger Heide:

Matthias Höhn, Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen-Anhalt und Mitglied des Parteivorstandes erklärt zur Ankündigung von militärischen Tiefflügen über der Colbitz-Letzlinger Heide:


"Erstmals seit dem Abzug der russischen Streitkräfte im Jahr 1994 wird es über der Colbitz-Letzlinger Heide wieder militärische Tiefflugübungen geben.

Die Ankündigung, dass ab 16. April Tornado-Flieger des Jagdbombergeschwaders 31 'Boelcke' für 14 Tage im extremen Tiefflug militärische Handlungen mit Bodentruppen üben, belegt ganz offensichtlich die verstärkte Vorbereitung einer 'Schnellen Eingreiftruppe' der Bundeswehr im umkämpften Süden Afghanistans.

Dies wäre eine weitere Ausweitung des Einsatzes, der nach wie vor von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird und bisher keinen nachhaltigen politischen Erfolg vorweisen kann. Die Zahl der zivilen Opfer steigt. Der Drogenhandel blüht, die Armut wächst, Hunger bedroht ein Drittel der afghanischen Bevölkerung.

Die proklamierten Ziele des Krieges wurden nicht erreicht. Tatsache ist: Die Militäreinsätze ISAF und OEF sind gescheitert. Der Kampf gegen den Terror kann nicht mit militärischen Mitteln gewonnen werden.

DIE LINKE hat als einzige der im Bundestag vertretenen Parteien den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan von Anfang an abgelehnt. Dabei bleibt es.

Sachsen-Anhalt darf nicht länger Testfeld für militärische Abenteuer sein.
Die Colbitz-Letzlinger Heide braucht eine zivile Perspektive."

Magdeburg, 15. April 2008

Zurück zum Kopf der Seite