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Der DGB lud in diesem Jahr zum Maifeiertag auf den Wernigeröder Nicolaiplatz ein, auf dem auch zahlreiche Einzelgewerkschaften und Parteien mit Infoständen und Abgeordneten den Bürgern Rede und Antwort standen.

1. Mai 2008: Kritik von Gewerkschaften und LINKEN an Politik von CDU/CSU und SPD in Berlin

Thomas Schönfelder

Anlässlich des Maifeiertages auf dem Wernigeröder Nicolaiplatz erklären Kreistagsvizefraktionschef Eberhard Schröder, Stadtfraktionschef Dieter Kabelitz und Stadtverbandschef Thomas Schönfelder:

Wernigerode. An der traditionellen Maikundgebung des Harzer Gewerkschaftsbundes DGB, die in diesem Jahr unter dem Titel "Gute Arbeit muss drin sein!" stand, nahmen am 1. Mai auf dem Wernigeröder Nicolaiplatz mehrere hundert Wernigeröder und Gäste der Stadt teil. Verschiedene Parteien und Einzelgewerkschaften waren mit Infoständen und zahlreichen Abgeordneten aus Stadt, Kreis und Landtag vertreten.

Neben Kurt Auerswald, DGB-Kreisvorsitzender Wernigerode und Oberbürgermeister Ludwig Hoffmann sprach als Hauptrednerin Tatjana Stoll, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Region Halberstadt, zu den Kundgebungsteilnehmern. Stoll kritisierte in ihrer Rede die Politik der Großen Koalition in Berlin. Die von CDU/CSU und SPD beschlossene Rente mit 67, die Hartz-Gesetze und die steigende Zahl von Niedriglohnjobs gingen zulasten der Interessen der Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslosen in Deutschland.

LINKE-Kreistagsvizefraktionschef Eberhard Schröder, Stadtfraktionschef Dieter Kabelitz und Stadtverbandschef Thomas Schönfelder unterstützten die Kritik der Gewerkschaften an Union und SPD. An Infoständen und im Gespräch mit den Bürgern warben sie sowie weitere Abgeordnete und Mitglieder der LINKEN ebenfalls für die Einführung eines Mindestlohnes.

"Rund 6,5 Millionen Arbeitnehmer, dies sind 22 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland, arbeiten neuesten Untersuchungen zufolge zu Armutslöhnen. Damit sei Deutschland bei Amerikanischen Verhältnissen angekommen, wo rund 25 Prozent der Arbeitnehmer nicht von ihrem Lohn in Würde leben könnten."

DIE LINKE mache sich daher wie die Gewerkschaften für die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes stark. Es müsse endlich ein Ende haben, dass tausende Arbeitnehmer auch im Harzkreis zu Armutslöhnen ausgebeutet würden, so Schröder, Kabelitz und Schönfelder abschließend.

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