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Verantwortung bleibt – Geschichte bleibt

Birke Bull-Bischoff

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee auf ihrem Weg nach Berlin das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz. Zum Holocaustgedenktag erklärt die Landesvorsitzende, Birke Bull-Bischoff: Wir gedenken der sechs Millionen Jüdinnen und Juden, der Hunderttausenden Sinti und Roma sowie der behinderten, homosexuellen, politischen und zivilen Opfer nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee auf ihrem Weg nach Berlin das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz. Zum Holocaustgedenktag erklärt die Landesvorsitzende, Birke Bull-Bischoff: Wir gedenken der sechs Millionen Jüdinnen und Juden, der Hunderttausenden Sinti und Roma sowie der behinderten, homosexuellen, politischen und zivilen Opfer nationalsozialistischer Verfolgungs- und Vernichtungspolitik.

Vor dem Mord stand die Ausgrenzung. Die Ausgrenzung begann im Denken und im Reden. In Hitlers Programmschrift »Mein Kampf« war die zentrale Frontstellung gegen Jüdinnen und Juden bereits seit 1925 zu lesen. In den ersten Tagen und Monaten nach der Machtübernahme der Nazis 1933 ergingen zentrale Gesetze, die Bürgerrechte aufhoben und Menschen zweiter Klasse definierten. Im Januar 1939 sprach Reichskanzler Adolf Hitler offen von der Vernichtung der Juden in Europa und schob ihnen zugleich die Schuld an einem kommenden Weltkrieg zu. Am selben Tag erhielten jüdische Ärzte und Apotheker Berufsverbot im Deutschen Reich. Dem gesellschaftlichen Tod folgte der physische. Den Büchern und Gesetzblättern folgten Dachau und Auschwitz.

Niemand sollte mit Blick auf das Mordprogramm der Nazis, auf die Opfer und das Leid des Zweiten Weltkrieges leichtfertig mit den Mechanismen von Feindbestimmung und Ausgrenzung umgehen. Wir erleben mit neuer Wucht die Versuche, den Holocaust kleinzureden, Faschismus in gute und schlechte Linien aufzuteilen.

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt stellt sich diesen Versuchen, Geschichte umzudeuten, entgegen. Wir stehen an der Seite bedrängter Gruppen, wir kämpfen gegen soziale Ausgrenzung und gegen jede Herabsetzung von Menschen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, dieser Auftrag des Grundgesetzes ist für DIE LINKE eng verknüpft mit den Erfahrungen aus der deutschen Geschichte.

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