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LINKE muss Mehrheit von CDU und AfD verhindern

Wulf Gallert

Magdeburg. Der langjährige Fraktionschef der Linkspartei in Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, hat seine Partei vor einer verfrühten Debatte über die Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf gewarnt. »Die Wahlstrategie ist noch nicht beschlossen«, sagte Gallert der Deutschen Presse-Agentur. »Solange wir die nicht haben, brauchen wir über das Personal nicht reden.« (»neues deutschland«)

Magdeburg. Der langjährige Fraktionschef der Linkspartei in Sachsen-Anhalt, Wulf Gallert, hat seine Partei vor einer verfrühten Debatte über die Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf gewarnt. »Die Wahlstrategie ist noch nicht beschlossen«, sagte Gallert der Deutschen Presse-Agentur. »Solange wir die nicht haben, brauchen wir über das Personal nicht reden.«

Zuvor hatten sich die beiden LINKEN-Fraktionschefs im Bundestag, Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht, zu einer gemeinsamen Spitzenkandidatur bereiterklärt. Dabei stießen sie aber auf Kritik in den ostdeutschen Ländern. So sprachen sich etwa die Parteichefs der LINKEN in den ostdeutschen Landesverbänden gegen den Vorstoß aus.

»Aus unserer Sicht kommt erst die Wahlstrategie, dann die Spitzenkandidaturen«, schreiben die Parteichefs Klaus Lederer aus Berlin, Heidrun Bluhm aus Mecklenburg-Vorpommern, Christian Görke aus Brandenburg, Birke Bull aus Sachsen-Anhalt, Rico Gebhardt aus Sachsen und Susanne Hennig-Wellsow aus Thüringen. Sie plädierten zugleich dafür, Rot-Rot-Grün als eine »mögliche Option und Alternative zur Merkel-Ära« dabei zu berücksichtigen.Das Ziel der Linkspartei müsse eine starke Kraft sein, um eine mögliche Mehrheit von CDU und AfD zu verhindern, sagte Gallert. Eine Option wäre dann ein rot-rot-grünes Bündnis. »Das ist eine Option, über die man nachdenken muss«, sagte Gallert. Solch ein Bündnis dürfe aber nicht das Wahlziel sein.

Gallert gilt als einer der Väter des in den 1990er Jahren geschaffenen »Magdeburger Modells«, einer von der LINKEN tolerierten Minderheitsregierung von Rot-Grün beziehungsweise später der SPD alleine in Sachsen-Anhalt.

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