Engagement der Charité-Belegschaft sollte bundesweit Schule machen: Wir brauchen eine gesetzliche Personalbemessung und eine bessere Vergütung für die Pflegeberufe
Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Dagmar Zoschke: In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde die Personaldecke in der stationären Versorgung drastisch ausgedünnt. Laut der Gewerkschaft ver.di fehlen in den Krankenhäusern bundesweit ca. 162.000 Vollzeitstellen. Mit dem Abbau der Pflegekräfte wuchs parallel auch die Anzahl der Belastungsanzeigen. In kaum einem anderen Beruf ist die Fluktuation ähnlich hoch, in kaum einem anderen Beruf gehen die Menschen so häufig davon aus, dass sie diesen nicht mehr bis zu ihrer Rente ausüben können. Die Grenze der Belastung ist längst überschritten und wir alle können schon morgen als Patient/in oder Angehörige von dieser Überlastung betroffen sein.
Zum internationalen Tag der Pflege am 12. Mai erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Dagmar Zoschke: In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde die Personaldecke in der stationären Versorgung drastisch ausgedünnt. Laut der Gewerkschaft ver.di fehlen in den Krankenhäusern bundesweit ca. 162.000 Vollzeitstellen. Mit dem Abbau der Pflegekräfte wuchs parallel auch die Anzahl der Belastungsanzeigen. In kaum einem anderen Beruf ist die Fluktuation ähnlich hoch, in kaum einem anderen Beruf gehen die Menschen so häufig davon aus, dass sie diesen nicht mehr bis zu ihrer Rente ausüben können. Die Grenze der Belastung ist längst überschritten und wir alle können schon morgen als Patient/in oder Angehörige von dieser Überlastung betroffen sein.
Die Belegschaft der Charité ist im vergangenen Jahr mit gutem Beispiel vorangegangen und hat die Personalbemessung mit Erfolg zum Gegenstand der tariflichen Auseinandersetzung gemacht. Dieses Vorbild muss unbedingt Schule machen. Denn weder Bundes- noch Landesregierung haben sich bisher für gesetzliche Regelungen zur Personalbemessung stark gemacht. Wir wollen dazu beitragen, dass sich der Druck in diesem Bereich erhöht. Offenkundig werden wir erst dann auf Bundesebene die Einsicht für grundlegende Reformen im Gesundheitswesen erreichen, mit der die notwendig besseren Tarife und ein ausreichender Personalschlüssel finanziert werden können. DIE LINKE hat hierfür schon vor vielen Jahren das Konzept einer solidarischen Bürgerversicherung auf den Tisch gelegt, in der alle Einkommensformen zur Beitragsfinanzierung herangezogen werden. Das heißt, das auch Selbständige, das sogenannte Top-Management, Beamte und nicht zuletzt auch Landtags- und Bundestagsabgeordnete ihren Beitrag in das Solidarsystem Krankenversicherung entrichten sollen.“
