DIE LINKE auf der Zielgeraden
Zugegeben, der eine oder andere war ein wenig in Sorge, ob wirklich jeder der 640 Plätze im großen Saal des Kinos CinemaxX im Hallenser Charlottencenter besetzt sein würde. Dorthin hatte DIE LINKE am 11. März zu ihrer Wahlkampfabschlussveranstaltung eingeladen. Und tatsächlich: Es gab eine Platzproblem. Der Saal war rappelvoll, viele mussten mit den Treppenstufen oder aber gar mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Aber alle Unbequemlichkeiten waren angesichts des bunten politisch-kulturellen Programms schnell vergessen. Zum Auftakt stand plötzlich die Bundeskanzlerin auf der Bühne und hielt eine launige Rede, bis sie Dietmar Bartsch und Gregor Gysi im Publikum entdeckte und bemerkte, dass sie auf der falschen Veranstaltung war. Zeitgleich fand nämlich im Steintorvariete der Wahlkampfabschluss der CDU statt. Natürlich war die Kanzlerin in Wahrheit nicht vom Wege abgekommen, aber ihr Double war sehr überzeugend und unterhaltsam. Vielleicht sollte sich Angela Merkel öfter mal vertreten lassen.
Zugegeben, der eine oder andere war ein wenig in Sorge, ob wirklich jeder der 640 Plätze im großen Saal des Kinos CinemaxX im Hallenser Charlottencenter besetzt sein würde. Dorthin hatte DIE LINKE am 11. März zu ihrer Wahlkampfabschlussveranstaltung eingeladen. Und tatsächlich: Es gab eine Platzproblem. Der Saal war rappelvoll, viele mussten mit den Treppenstufen oder aber gar mit Stehplätzen vorlieb nehmen. Aber alle Unbequemlichkeiten waren angesichts des bunten politisch-kulturellen Programms schnell vergessen. Zum Auftakt stand plötzlich die Bundeskanzlerin auf der Bühne und hielt eine launige Rede, bis sie Dietmar Bartsch und Gregor Gysi im Publikum entdeckte und bemerkte, dass sie auf der falschen Veranstaltung war. Zeitgleich fand nämlich im Steintorvariete der Wahlkampfabschluss der CDU statt. Natürlich war die Kanzlerin in Wahrheit nicht vom Wege abgekommen, aber ihr Double war sehr überzeugend und unterhaltsam. Vielleicht sollte sich Angela Merkel öfter mal vertreten lassen.
Interessant und abwechslungsreich ging das Programm weiter. Dietmar Bartsch läutete den 48-Stunden-Wahlkampf ein. Birke Bull und Petra Sitte sprachen über linke Vorstellungen zur Bildungs- und Hochschulpolitik. Die beiden Direktkandidatinnen Sarah Heinemann und Henriette Quade sowie die beiden Direktkandidaten Swen Knöchel und Hendrik Lange aus Halle stellten ihr politisches Credo vor. Der Spitzenkandidat Wulf Gallert hielt eine Rede, die eines Ministerpräsidenten mehr als würdig war. Und Gregor Gysi warf zum Abschluss noch einmal den Blick über Sachsen-Anhalt hinaus auf die Europa- und die Weltpolitik. Nicht zu vergessen das flammende Plädoyer für mehr Zivilcourage und Menschlichkeit von Matthias Brenner, Intendant des »neuen theaters« in Halle und bekannter Tatort-Pathologe. Er umrahmte diese wunderbare Veranstaltung zusammen mit Dirk Zöllner und André Gensicke auch kulturell. Ein Höhepunkt: das gemeinsame Absingen von Trinkliedern!
Zwei Stunden vergingen wie im Fluge, und so entließ das sehr souveräne Moderatorenpaar Eva von Angern und Stefan Gebhardt ein gut gelauntes und hochmotiviertes Publikum in den Abend. Und in den 48-Stunden-Wahlkampf.

