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Thomas Lippmann

Zweites Halbjahr mit Hybrid- oder Wechselunterricht starten

Zu den Plänen, die Schulen wegen der weiterhin hohen Zahl von Neuinfektionen auch im Februar weiter geschlossen zu halten, erklärt der Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecher, Thomas Lippmann:

»Obwohl die Schulen jetzt seit vier Wochen geschlossen sind, gibt es gerade in Sachsen-Anhalt, ebenso wie in allen anderen östlichen Bundesländern, ein wildes Infektionsgeschehen mit enormen Unterschieden und extremen Sprüngen der Inzidenzwerte in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städte. Ein Ende dieser Entwicklung oder gar eine Perspektive für wieder deutlich geringere Inzidenzwerte sind derzeit nicht in Sicht. Die Gründe dafür scheinen weiterhin völlig unklar zu sein, sie haben aber offensichtlich kaum einen Bezug dazu, ob die Schulen völlig geschlossen werden oder unter Sicherstellung der Hygieneregelungen besucht werden können.

Die bereits entstandenen und bei weiterem Aussetzen des Präsenzunterrichtes weiter fortschreitenden Schäden in den Bildungsbiographien der meisten Schüler*innen sind schon jetzt kaum noch abschätzbar. Diese Karte kann im Kampf gegen die Pandemie nicht weiter unbegrenzt ausgereizt werden.

Wenn das zweite Schulhalbjahr am 15. Februar offiziell beginnt, müssen alle Kinder nach dann zwei Monaten Pause die Schulen wieder regelmäßig besuchen können. Bei einer noch immer zu hohen Zahl von Neuinfektionen müssen dafür Formen einer reduzierten Teilnahme am Präsenzunterricht gewählt werden. Dies muss von regelmäßig durchzuführenden Schnelltests aller Lehrkräfte (mindestens einmal wöchentlich) und repräsentativen Stichproben (täglich) unter den Schüler*innen begleitet werden.

Das Mindeste ist ein Start im Wechselunterricht, bei dem Klassen und Lerngruppen oberhalb von 15 Schüler*innen geteilt und dann im täglichen oder ggf. auch im wöchentlichen Wechsel in Halbgruppen unterrichtet werden. In den oberen Klassen ab dem 7. Schuljahrgang ist allerdings der Unterricht im Hybrid-Format vorzuziehen. Hier lässt sich die Teilnahme am Präsenzunterricht dadurch reduziert, dass sich Schüler*innen, bei denen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen vorhanden sind, von zu Hause aus zum Präsenzunterricht ihrer Klasse per Video dazuschalten. Dafür müssen endlich in möglichst allen weiterführenden Schulen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.«


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

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