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Thomas Lippmann

Schuljahresbeginn mit vielen Stolpersteinen – Vorbereitungen mangelhaft

Wenn am Donnerstag die Schulen in Sachsen-Anhalt wieder öffnen, werden die meisten von ihnen auf die anwachsende vierte Corona-Welle insbesondere bei jungen Menschen nicht gut vorbereitet sein. Hinzu kommt der fortschreitende Lehrkräftemangel an allen Schulen. Ein gelingender Start in ein erfolgreiches Schuljahr kann so nicht gewährleistet werden. Dazu erklärt Thomas Lippmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher:

»Für den Start in das neuen Schuljahr gibt es viele Stolpersteine. Bei der schon lange geforderte Ausstattung der Schulen mit geeigneten Luftfilteranlagen ist der Zustand weiter völlig unbefriedigend. Stattdessen wird den Schüler*innen, die sich nicht testen lassen wollen, ein juristisch und pädagogisch unsinniges Bußgeld angedroht. Danach, was sich die Kinder wünschen und was für sie wichtig ist, fragt indessen weiterhin keiner. Entscheidend für Schüler*innen sind Stabilität, Kontinuität und Normalität im Schulalltag und der Erhalt ihrer Gesundheit.

Deshalb sollte es selbstverständlich werden, dass alle Beschäftigten der Schulen über einen vollständigen Impfschutz verfügen. Außerdem sollte allen Schüler*innen ab 12 Jahre in den Schulen schnellstmöglich ein Impfangebot gemacht werden. Das gebietet die Verantwortung für die Schüler*innen und für die Sicherung eines störungsfreien Schulbetriebes. Überall dort, wo in den Schulen für alle Erwachsenen die 2-G-Regel und für alle Schüler*innen die 3-G-Regel sichergestellt ist, muss der Schulbetrieb wieder unter normalen Bedingungen ermöglicht werden – ohne Abstände, ohne Masken und ohne Quarantäne für mögliche Kontaktpersonen.

Der allgegenwärtige Lehrkräftemangel wird allerdings weiter zu deutlichen Einschnitten in die Bildung der gegenwärtigen Generation an Schüler*innen führen. Wie schon in den Vorjahren werden einer steigenden Schüler*innen-Zahl immer weniger Lehrkräfte vor den Klassen gegenüberstehen. Dadurch sinkt die Unterrichtsversorgung weiter ins Bodenlose – vor allem an Sekundar- und Gemeinschaftsschulen werden kaum noch 90 Prozent zu erreichen sein. Aber auch an allen anderen Schulformen wird die Unterrichtsversorgung z. T. weit unter 100 Prozent liegen und dass trotz massiver Bedarfskürzungen in den zurückliegenden Jahren.

Die Schere zwischen Bedarf und Angebot sowie zwischen den Schulformen geht immer weiter auseinander. Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit bleiben komplett auf der Strecke. Von einem Aufholen der Defizite aus dem vergangenen Schuljahr kann unter diesen Umständen vielerorts keine Rede sein. Ohne radikale Änderungen bei der Ausbildung und der Gewinnung neuer Lehrkräfte ist keine Besserung in Sicht. Doch dafür macht auch der neue Koalitionsvertrag keine großen Hoffnungen.«


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

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