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Stefan Gebhardt, Thomas Lippmann

Zeit für Antifaschismus. Der 8. Mai muss regulärer Feiertag werden.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung erklären der Landesvorsitzende Stefan Gebhardt und der Fraktionsvorsitzende Thomas Lippmann:

Mit der Befreiung durch die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 um 23 Uhr endete der Zweite Weltkrieg in Europa.

Die durchschaubaren Versuche der Relativierung und die Äußerung, der 8. Mai sei ein ambivalentes Datum, da auch ein Tag der «absoluten Niederlage», verkennt wissentlich Ursache und Wirkung. Die Verantwortung für Millionen Opfer und unendliches Leid liegt einzig im nationalsozialistischen, faschistischen Hitlerdeutschland. Während in Deutschland wieder Rechtsextreme in allen Landesparlamenten und im Bundestag sitzen, hat Sachsen-Anhalt auf Initiative der Linksfraktion als erstes Bundesland eine Klausel in die Verfassung aufgenommen, die sich explizit gegen die Verbreitung nationalsozialistischer Ideologie und die Verherrlichung der NS-Herrschaft richtet. Im Artikel 37a heißt es »Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und Verantwortung jedes Einzelnen« ist es, eine Wiederbelebung oder Verherrlichung des Nationalsozialismus sowie »rassistische und antisemitische Aktivitäten nicht zuzulassen«.

DIE LINKE fordert seit vielen Jahren, den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. In diesem Jahr hat Esther Bejarano, Holocaustüberlebende, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) eine Petition gestartet unter dem Titel: 8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss! 

In einem offenen Brief wendet sich Bejarano am 26. Januar 2020 an den Bundespräsidenten, die Kanzlerin und alle Menschen, die aus der Geschichte lernen wollen, mit den Worten: »Der 8. Mai muss ein Feiertag werden! Ein Tag, an dem die Befreiung der Menschheit vom NS-Regime gefeiert werden kann. Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.«

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt schließt sich der Forderung an und ruft auf die Petition zu unterstützen.

In vielen Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt wird es auch unter den besonderen Bedingungen in diesem Jahr, anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Kranzniederlegungen und Gedenkveranstaltungen, organisiert von den Stadt-, Kreis- und Ortsverbänden der Partei DIE LINKE in Sachsen-Anhalt geben.


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt
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39108 Magdeburg

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Fax:      0391 732 48 48
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