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Nicole Anger

Protesttag für Gleichstellung von Menschen mit Behinderung – Inklusion viel offensiver angehen

Anlässlich des 30. Jubiläums des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai betont Nicole Anger, Sprecherin für die Belange von Menschen mit Behinderung der Fraktion DIE LINKE:

»Die zurückliegenden zwei Jahre in der Corona-Pandemie haben gerade auch die Menschen mit Behinderung vor große Herausforderungen gestellt. Parallel dazu erhalten die Belange von Menschen mit Beeinträchtigung oft nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigen. Dabei muss Teilhabe und das Aufdecken von Teilhabeverhinderer gesamtgesellschaftlich angegangen werden, beispielsweise bei regulären Untertiteln im Kino und barrierefreien Straßenübergängen, bei barrierefreien Internetseiten und auch auf dem ersten Arbeitsmarkt bei der Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung.

Die Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert – nämlich durch unser tagtägliches Handeln, durch Formen des Bauens, Wohnens und auch bei der kulturellen und sozialen Teilhabe. Wie die Landesregierung von Sachsen-Anhalt das Thema Teilhabe angeht, hat sie nicht zuletzt bei der zurückliegenden Diskussion im Landtag von Sachsen-Anhalt gezeigt, als die Wohn- und Teilhabe-Mindestbauverordnung in der Alten- und Eingliederungshilfe ohne große Beratung im Fachausschuss und ohne Beteiligung der Fachverbände verabschiedet wurde.

Inklusion muss ab sofort viel offensiver gedacht werden. Wir müssen Missstände aufdecken, Barrieren abbauen und Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, gesamtgesellschaftlich teilzuhaben.«


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt
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