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Thomas Lippmann

Löcher im Stundenplan müssen gestopft werden – private Unterrichtsangebote organisieren

Die Fraktion DIE LINKE wird in der nächsten Landtagssitzung beantragen, dass spätestens ab dem Schuljahr 2023/24 auch Unterrichtsangebote von qualifizierten, privaten Bildungsträgern genutzt werden, um insbesondere die sinkende Unterrichtsversorgung in den Schulen der Sekundarstufe I (Sekundar-, Gemeinschafts- und Förderschulen) zu stabilisieren und die wachsenden Löcher in der Stundentafel zu füllen. Dabei sollen, neben Angeboten für die Fächer der Stundentafel, vor allem Unterrichtsprojekte für einen berufspraktischen Unterricht organisiert und finanziert werden. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecher, Thomas Lippmann:

»Der Lehrkräftemangel trifft die Schulen der Sekundarstufe I am stärksten und führt zu massiven Gerechtigkeitsproblemen zwischen den Schüler*innen in den gymnasialen Bildungsgängen auf der einen und den Schüler*innen in allen anderen Bildungsgängen einschließlich der Förderschulen auf der anderen Seite. Eine dauerhafte Kürzung des Unterrichtes wird den bereits bestehenden Mangel an geeigneten Bewerber*innen für eine duale Ausbildung massiv verschärfen.

Es ist höchste Zeit, mehr zu unternehmen, um den Unterricht an den Schulen der Sekundarstufe I aufrechtzuerhalten. Wenn in Dienstberatungen der Schulleitungen schon über eine 4-Tage-Woche diskutiert wird, dann kapitulieren die Schulbehörden vor den Problemen des Lehrkräftemangels. Personalprobleme lassen sich nur durch mehr Personal lösen und nicht durch Trickserei oder eine weitere Erhöhung der Arbeitsbelastung.

Als besonders gewinnbringend könnten sich dabei Angebote für berufspraktischen Unterricht durch private Bildungsträger erweisen. Dieser Unterricht, der die bisherigen Formen der Berufsorientierung deutlich erweitern und durch den systematischen Erwerb beruflicher Erstkompetenzen qualifizieren würde, wurde in regionalen Projekten schon über Jahre hinweg entwickelt. Es ist jetzt die Zeit, diese Projekte durch eine Finanzierung aus dem Landeshaushalt zu verstetigen und systematisch auszuweiten.

Die Schulbehörden wollen künftig im Bundesaktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ auch staatliche Lehrkräfte mit Mehrarbeit einsetzen und daraus bezahlen. Es ergibt aber wenig Sinn, dort etwas nach Corona aufholen zu wollen, wo gleichzeitig regulärer Unterricht in Größenordnungen ausfällt. Angesichts der ausufernden Defizite in der Unterrichtsversorgung ist es dagegen sinnvoll und notwendig, regulären Unterricht bei Bedarf auch durch private Anbieter abzusichern und aus Landesmitteln zu bezahlen. Dafür müssen die gekürzten Personalmittel für die staatliche Lehrkräfte jetzt eingesetzt werden.«

Im Anhang finden Sie den entsprechenden Antrag der Fraktion DIE LINKE.


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

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