Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Hans Klitzschmüller Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sradtrat Weißenfels

LINKE in Weißenfels beantragt die Anbringung einer Gedenktafel am Ratssaal

Im Auftrag der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Weißenfels schreibt ihr Fraktionsvorsitzender Hans Klitzschmüller:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wollen an die Weißenfelserinnen und Weißenfelser erinnern, die den Nazis als erste zum Opfer gefallen sind, die ihnen bei der Umsetzung der feigen und menschenverachtenden Politik, die im Völkermord und Weltkrieg gipfelte, im Wege waren.
1933, nach der Machtergreifung Hitlers, säuberte man zunächst die Weißenfelser Stadtverordnetenversammlung von „unzuverlässigen“ Elementen. Die demokratisch gewählten KPD-Abgeordneten Otto Hofmann, Hans Frahnert, Walter Tanneberger, Anna Klette,
Paul Rosenkranz, Ernst Klette, Otto Hartmann, August Schellenberger
konnten ihr Mandat nicht antreten.

In der Nr. 66 vom 18. März berichtete das „Weißenfelser Tageblatt“ vom Ausschluss der Kommunisten aus allen Parlamenten. Viele von ihnen befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in Freiheit. Später folgten ihnen auch die meisten Abgeordneten der SPD. Im Kreistag Weißenfels verteilten sich nach den Wahlen vom März 1933 die 29 Sitze wie folgt:
NSDAP 13,
Sozialdemokratie 7,
Kommunistische Partei 5,
Kampffront Schwarz-Weiß-Rot 3 Sitze und
Gemeinschaftsliste 1.
Die Kommunisten wurden auf der konstituierenden Sitzung am 12. April 1933 in Weißenfels ausgeschlossen. Auf Schloss Neu- Augustusburg in Weißenfels richteten die Nazis am 4. März 1933 ein Konzentrationslager für Schutzhafthäftlinge ein, um Kommunisten, Sozialdemokraten, Stadtverordnete, Mitglieder des Reichsbanners und Akteure der Roten Hilfe unter anderem aus Zeitz, Merseburg und Weißenfels zu internieren. Am 12. August 1933 wird das Konzentrationslager geschlossen und die Häftlinge in das KZ-Lichtenburg bei Prettin überführt.
Auch diese Geschichte des Widerstands, wie auch die der Weißen Rose, der Roten Kapelle, der Gruppe Stauffenberg leisteten sie Widerstand gegen die Nazis.
Die Ursachen des Scheiterns dürfen niemals vergessen werden. „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“, warnte Bertolt Brecht in seinem „Arturo Ui“ vor faschistischen Nachfolgern. Sie sind wieder da und dürfen agieren.
Wir tragen alle Verantwortung.


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt
Ebendorfer Straße 3
39108 Magdeburg

Telefon: 0391 732 48 45
Fax:      0391 732 48 48
presse(at)dielinke-lsa.de