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Dr. Birke Bull-Bischoff, Stephan Krull

Im ganzen Land werden Arbeitskämpfe geführt. Die LINKE steht solidarisch mit den Beschäftigten bei Leuna-Harze GmbH sowie bei Aryzta, Europas größtem Tiefkühlbackwaren-Hersteller.

Die Beschäftigten bei Aryzta in Nordhausen und Eisleben kämpfen für 13 Euro Stundenlohn für die unterste Lohngruppe. Wir unterstützen die Gewerkschaften im Bemühen um armutsfeste Löhne, wegen der Gerechtigkeit, als Schutz vor Altersarmut und angesichts der Schwere der Arbeit im Schichtsystem.

Firma Leuna-Harze droht harte Tarifauseinandersetzung – Die LINKE ist solidarisch!

Zur Protestkundgebung der Beschäftigten von Leuna-Harze GmbH am 04.08.2021 erklären die Bundestagsabgeordnete Birke Bull-Bischoff und Stephan Krull, Landesvorstandsmitglied und Sprecher der AG Betrieb& Gewerkschaft:

„Die Forderung der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft IG BCE ist mehr als berechtigt, nämlich die Anwendung des Flächentarifvertrages.

Wir unterstützen das und fordern: Gleiches Geld für gleiche Arbeit – und das wird durch den Tarifvertrag gewährleistet.

Es ist eine Schande, dass die Firma Leuna-Harze, eine Ausgliederung und Privatisierung aus dem ehemaligen VEB Leuna-Werke, sich seit Jahren weigert, den Tarifvertrag anzuwenden. Mit Schrecken und gleichzeitig warnend erinnern wir, mit welch teils kriminellen Methoden die Raffinerie der Leuna-Werke von Helmut Kohl in den 1990er Jahren verscherbelt wurden. Ihr wisst es gut: Die Leuna-Harze GmbH entstand 1995 durch die Privatisierung des Epoxidharz-Geschäfts der Leunawerke.

Den Flächentarifvertrag bis heute nicht anzuwenden bedeutet weniger Lohn für die Beschäftigten und mehr Profit für die Eigentümer. Der Lohnverlust beträgt fast 30 Prozent – ebenso hoch sind die Extraprofite. Das führt zu Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz und setzt auch die Beschäftigten in anderen Betrieben unter Druck. Und das durch ein Unternehmen, dass mit der finanziellen Förderung in Ostdeutschland kräftig ausgebaut wurde in den zurückliegenden Jahren und jetzt wieder erweitert werden soll. Und die dafür einzustellenden neuen Kolleginnen und Kollegen sollen besser bezahlt werden als diejenigen, die schon viele Jahre hier arbeiten? Diese Spaltung der Belegschaft lehnen wir entschieden ab.

Euer Kampf ist deshalb auch eine solidarische Aktion mit allen anderen Kolleginnen und Kollegen in der chemischen Industrie! Diese können dann nicht mehr mit dem Argument unter Druck gesetzt werden, in Leuna würde 30 Prozent weniger gezahlt.

Was auch immer der Arbeitgeber sagt – er will die Verhandlungen verlängern oder zum Scheitern bringen. Der Geschäftsführer Herr Paur ist gleichzeitig Gesellschafter, also mindestens Miteigentümer, hat bisher nicht einmal persönlich an den Verhandlungen teilgenommen. So unwichtig scheint ihm zu sein, ob die Beschäftigen einigermaßen zufrieden sind oder nicht.

Wir erklären also unsere Solidarität: Die LINKE steht immer an der Seite der Beschäftigten, die für gerechte Entlohnung und ein gutes Leben kämpfen! Ihr habt es verdient! Wir wünschen Euch und Eurer Gewerkschaft viel Erfolg und unterstützen Euch mit allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.“

Kontakt:
Dr. Birke Bull-Bischoff, Mail: birke.bull-bischoff@bundestag.de
Stephan Krull, Mail: stephan@krullonline.de


Pressekontakt

Pressesprecher Alexander Sorge

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt
Ebendorfer Straße 3
39108 Magdeburg

Telefon: 0391 732 48 50
Fax:      0391 732 48 48
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