Das krasse style-Element
 
20. Juni 2017 Andreas Höppner

Sicherheit und Perspektiven schaffen

Der Landesvorsitzende Andreas Höppner erklärt zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2017:

Fluchtursachen bekämpfen heißt für DIE LINKE Kriege und Rüstungsexporte stoppen, Hunger bekämpfen, für einen gerechten Welthandel, Klimaschutz und Chancengerechtigkeit kämpfen. Dies bleibt so dringlich wie nie: Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2016 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht – das sind 300 000 Menschen mehr als im Jahr zuvor und damit der höchste jemals registrierte Stand. Die Folgen von Krieg, Gewalt und Hunger zeigen sich zuerst vor Ort. Mit über 40 Millionen Menschen, die innerhalb ihrer Heimatländer fliehen müssen, sind Binnenvertriebene die größte Gruppe. Kinder machen die Hälfte der weltweiten Flüchtlingsbevölkerung aus.

Hunderte Kinder und Jugendliche haben Zuflucht in Deutschland gefunden. Jetzt gilt es, nach oft jahrelanger Flucht der Kinder auch Perspektiven zu schaffen. Zugänge zu Sprache und Bildung bleiben erste und wichtige Schlüssel für Teilhabe und Integration. Dabei ist in Sachsen-Anhalt die rechtliche Situation beim Schulzugang für geflüchtete Minderjährige unzureichend. Erst nach Zuweisung in eine Kommune können Kinder kommunale Regelschulen besuchen. Dabei müssen Kinder zum Teil monatelang in Erstaufnahmeeinrichtungen verharren, der dortige Ersatzunterricht begrenzt sich oft auf wenige Stunden. Darauf haben aus Anlass des Weltflüchtlingstages gemeinsam die LIGA der freien Wohlfahrtspflege, der Flüchtlingsrat Sachsen- Anhalt, der Verein Kinder-Stärken und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hingewiesen.

DIE LINKE unterstützt die Forderung nach Bildungsgerechtigkeit und verbesserter Integration: Die Schulpflicht muss für alle Kinder bundesweit und unabhängig vom Aufenthaltsstatus gelten, gleiches gilt für den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung und Ganztagesplätze. Denn Bildung ist ein Grundrecht.