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20. April 2017 Evelyn Edler, Christian Härtel

Konkrete Standortsuche und Finanzierung für neue Kita in Wernigeröder Kernstadt zügig angehen

Kita Stadtfeld Wernigerode

Angesichts anhaltend hoher Geburtenzahlen werden in der Kernstadt Wernigerode die Kita-Plätze knapp. Die Stadtverwaltung plant daher eine neue Kita im Bereich Hasserode/Innenstadt. Die Linksfraktion unterstützt die Bemühungen und fordert, zügig die Weichen für eine Standortsuche und die Finanzierung zu stellen.

Angesichts gleichbleibend hoher Geburtenzahlen und voll ausgelasteter Kinderkrippen und Kindergärten sieht die Wernigeröder Stadtverwaltung die Notwendigkeit für eine neue Kita mit 40 bis 60 Betreuungsplätzen in der Kernstadt von Wernigerode. Vor allem im Bereich Hasserode/Innenstadt fehlen Kita-Betreuungsplätze. Die Linksfraktion im Stadtrat Wernigerode unterstützt die Bemühungen und fordert, zügig die Weichen für eine Standortsuche und die Finanzierung zu stellen. Dazu erklären der Vorsitzende des Wernigeröder Bauausschusses Christian Härtel und Finanzausschussmitglied Evelyn Edler (beide LINKE): »Der Suche nach einem geeigneten Grundstück und die finanzielle Untersetzung für eine neue Kita in der Wernigeröder Kernstadt müssen zügig angegangen werden. Dazu müssen Verwaltung und Stadtrat allerdings eine Kurskorrektur einläuten.«

Für die Linksfraktion eine Kurskorrektur deshalb, weil die Notwendigkeit einer neuen Kita bisher weder in der mittelfristigen Finanzplanung des städtischen Haushaltes, noch in der städtebaulichen Planung für die kommenden Jahre Berücksichtigung gefunden habe. Die Schaffung benötigter Kita-Plätze stelle eine Pflichtaufgabe dar und habe für Edler Vorrang vor der Finanzierung neuer Prestigeprojekte oder zusätzlicher freiwilliger Aufgaben. Hier gelte es bei den nächsten Haushaltsberatungen im Sinne einer familienfreundlichen Stadt Prioritäten zu setzen. 

Bauausschusschef Härtel macht zudem darauf aufmerksam, dass die Suche nach einem geeigneten Grundstück im avisierten Bereich Hasserode/Innenstadt eine besondere Herausforderung darstelle. Nach über zwei Jahrzehnten massiver Privatisierung kommunaler Grundstücke und den Bauboom privater Eigenheimsiedlungen, seien kaum noch größere Flächen im kommunalen oder privaten Eigentum im Bereich Hasserode, Nöschenrode oder der Innenstadt vorhanden. Die restlichen noch vorhandenen kommunalen Flächen sollten nach Ansicht Härtels daher zuallererst auf eine Eignung als Kita-Standort geprüft werden, bevor sie wie bisher geschehen meist für hochpreisige private Wohnbebauung veräußert werden.

Für die Linksfraktion stehe das Gemeinwohl aller Einwohner über den privatwirtschaftlichen Interessen einiger weniger, so Edler und Härtel abschließend.

Zum Volksstimme-Artikel: