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29. September 2017 Doreen Hildebrandt

Gute Arbeit fördern statt Arbeit um jeden Preis

Zu den heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitslosenzahlen erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt, Doreen Hildebrandt:

Die heute vom Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit für Sachsen-Anhalt, Kay Senius, vorgestellten Arbeitslosenzahlen für Sachsen-Anhalt mit einer offiziellen Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent sind erfreulich, wenn auch nicht zufriedenstellend. Die Arbeitslosigkeit erreicht deutschlandweit den geringsten Wert seit 1991. Allerdings hinkt Sachsen-Anhalt im Vergleich mit den anderen ostdeutschen Flächenländern nach wie vor hinterher und belegt den letzten Platz.

Thüringen dagegen erreicht mit 5,7 Prozent eine historisch niedrige Arbeitslosenquote und damit auch im Vergleich der ostdeutschen Flächenländern einen Spitzenplatz. Wir sehen auch mit Freude, dass das von der rot-rot-grünen Landesregierung dort umgesetzte Programm zur Förderung von Langzeitarbeitslosen so gut angenommen wird und Erfolge zeigt. An diesem sollte sich auch die hiesige Landesregierung ein Beispiel nehmen und die Integration von Langzeitarbeitslosen durch die Schaffung von gemeinnütziger sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung vorantreiben, anstatt niedrigschwellige Arbeitsgelegenheiten als Erfolg zu feiern.

DIE LINKE fordert daher Gute Arbeit zu fördern und nicht Arbeit um jeden Preis. Die guten Arbeitsmarktzahlen der letzten Jahre wurden mit der Ausweitung des Niedriglohnsektors und atypischen Beschäftigungen erkauft. Ebenso resultieren diese Zahlen aus einer Statistik, die Menschen in Krankheit oder aufgrund ihres Alters gar nicht mehr berücksichtigt.

Die gute konjunkturelle Lage muss nun genutzt werden, um in Gute Arbeit und Gute Löhne zu investieren. Die Weichen muss dafür endlich auch die Landesregierung in Sachsen-Anhalt stellen.